Kosmos als Metapher für SEO-, CRO- und Datenprozesse
Der neue Firmensitz von Pikseo in Toruń basiert auf der Idee des Kosmos – nicht als Dekoration, sondern als Metapher für Daten, Algorithmen und Strategie. Bezugspunkt ist zudem Toruń, die Stadt von Mikołaj Kopernik, deren Identität mit dem Erkennen von Ordnung und dem Perspektivwechsel verbunden ist – ähnlich wie die Arbeit in komplexen, oft unsichtbaren digitalen Systemen.
Subtil statt wörtlich: Form, Material und Licht als Erzählsprache
Auf dieser Grundlage entwickelten Aleksandra Hyz und Aleksandra Mętlewicz ein Innenraumkonzept, das die kosmische Erzählung in Form, Material und Beleuchtung übersetzt. Das Design verzichtet auf plakative Symbolik und setzt stattdessen auf zurückhaltende Anspielungen, die eine konsequente räumliche Struktur erzeugen.
Jedes Stockwerk als eigener „Teil des Universums“
Jede Etage wurde als eigenständiger Abschnitt eines größeren Ganzen geplant. Unterschiedliche Farbwelten und Stimmungen unterstützen verschiedene Arbeitsmodi – von konzentrierter Einzelarbeit über Teamkonzepte bis zu Erholung und Austausch – und erleichtern zugleich die Orientierung.
Materialien und Licht als Atmosphäre-Träger
Der „Kosmos“ zeigt sich über Materialien und Licht: metallische Oberflächen mit unterschiedlichen Texturen, wellige Deckenlinien, runde Formen und präzise geplante Beleuchtung. Grafische Elemente, inspiriert von Orbits und Himmelskörpern, bleiben kontrolliert und ergänzen die Architektur, statt sie zu dominieren.
Open Space für Konzentration: Tageslicht und Akustik
Die Open-Space-Bereiche sind hell und geordnet gestaltet – als Arbeitsumgebung für Fokus. Viel Tageslicht, akustische Qualität und weiche Linien der Akustikdecken schaffen Bedingungen für lange, anspruchsvolle Aufgaben. Die kosmische Idee bleibt hier dezent, wird aber durch Details (runde Formen, metallische Akzente, Wandgrafiken, etagenspezifische Farbigkeit) konsequent weitergeführt.
Konferenzräume und Kantinen als „Planeten“ mit wandelbarer Stimmung
Kantinen und Besprechungsräume – nach Planeten wie Mars oder Merkur benannt – besitzen jeweils einen klar definierten Charakter. Materialien, Farbigkeit und steuerbare Lichtszenarien formen ihre Identität und erlauben Stimmungswechsel: tagsüber hell und arbeitsorientiert, nach Lichtwechsel intimer, satter und abstrakter.
Nebula und Aurora: flexible Zonen für kurze Abstimmungen
Gemeinschaftliche und individuelle Arbeitsbereiche namens Nebula und Aurora dienen als flexible Räume für kurze Meetings, Brainstormings und Kleingruppenarbeit. Nebula besteht aus einer Folge kleiner Meetingräume, die rhythmisch wiederkehren – ähnlich, aber nie identisch – und sich durch Nuancen in Licht, Farbe und Material unterscheiden, dabei jedoch formal zusammengehören.
Erdgeschoss als Visitenkarte: der erste Markenkontakt
Das Erdgeschoss ist der repräsentativste Bereich und fungiert als erster Berührungspunkt mit der Marke. Es umfasst Empfang, eine gemeinsame Freizeit- und Kantinenzone sowie Konferenzräume – nutzbar sowohl für Gäste als auch für das Team als Ort der Begegnung und Integration.
Empfang: dunkle Tonalität, Metallflächen und „Planeten“-Licht
Der Empfang ist dunkel gehalten und wird von großflächigen Metallmaterialien mit unterschiedlichen Oberflächen gebrochen – von glatt und gebürstet über spiegelnd bis hin zu Strukturen, die an fließende Materie erinnern. Die Beleuchtung erzählt mit: Sie setzt Akzente statt alles gleichmäßig auszuleuchten. Kugelförmige Leuchten erinnern an Planeten, geschwungene Lichtlinien an Bewegung und kosmische Wellen.
Kantine im Erdgeschoss: Alltag, Begegnung und dezente Space-Details
Die Kantine ist als gemeinsamer Alltagsraum für Pausen, Essen und informelle Treffen konzipiert – bewusst fern vom Standardbild einer Büro-Mensa. Statt eines homogenen Saals gibt es differenzierte Zonen für Lunch, Ruhe und Recreation (inklusive Spiele). Funktionalität steht im Vordergrund, die kosmische Idee zeigt sich nur in Details wie Neon, unregelmäßigen linearen Leuchten und metallischen Materialien.
Ein konsistentes Arbeitsumfeld: Idee, Struktur und Erlebnis
In Summe entsteht ein stimmiges, vielschichtiges Arbeitsumfeld, in dem die Kosmos-Idee durch Nutzerbedürfnisse und Markencharakter gefiltert wird. Das Projekt arbeitet auf der Ebene von Konzept, Struktur und Erfahrung – nicht mit wörtlichen Referenzen.